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Nikon D610 & D5300 im Live-Test

Mit einem Doppelschlag zum Ende des Jahres sorgt Nikon noch einmal für Wirbel im umkämpften Fotomarkt. So präsentierte der Konzern mit der D610 nicht nur die Nachfolgerin der ersten Vollformat-DSLR unter 2.000 Euro, sondern mit der D5300 auch das neue Top-Modell im hauseigenen Einsteiger-Line-Up.

Unser Eindruck: Die Innovationen halten sich in Grenzen. Rein technisch ist die D610 mit der D600 fast identisch. Zu den wenigen Optimierungen gehört unter anderem die erhöhte Serienbildgeschwindigkeit von 6 B/s und der neue Silent-Modus für dezentes Fotografieren. Hilfreich, etwa für Naturfotografen oder bei Hochzeiten. Die D610 löst die D600 komplett ab und ist ab sofort verfügbar. Die Preisempfehlung liegt mit 1.949 Euro weiterhin unter der magischen 2.000-Euro-Grenze.  

Einstieg auf hohem Niveau

Anders als das neue FX-Modell ersetzt die D5300 nicht ihre Schwester D5200. Sie erweitert das Portfolio der Nikon-Einsteiger-DSLR um eine weitere – umfangreich ausgestattete – Alternative. Neben ebenfalls vielen Parallelen zur D5200 bringt die D5300 auch einige spannende Neuheiten mit. Dazu zählt etwa der nicht vorhandene Tiefpassfilter vor dem 24,2 Millionen Pixel auflösenden Sensor. Das verspricht eine noch höhere Detailauflösung und knackigere Fotos. Ebenfalls neu sind das integrierte Wi-Fi- und GPS-Modul. So lässt sich eine Verbindung zum drahtlosen Netzwerk aufbauen und die Ortsinformation bei der Aufnahme direkt abspeichern.

Neuer Bildprozessor Expeed 4

Eine Premiere feiert der neue Bildprozessor Expeed 4 in der D5300. Die neue DSLR ist bisher die einzige im Nikon-Portfolio, die mit dem Chip ausgestattet wird. Laut Nikon soll dieser unter anderem das Rauschverhalten gegenüber der D5200 noch einmal verbessern. Ein weiterer Pluspunkt gegenüber der D5200 ist der höher auflösende Monitor. 1.037.000 Millionen Bildpunkte stehen zur Verfügung (D5200: 921.000 bp). Zudem steigt die Displaydiagonale auf 8,1 Zentimeter; 0,6 Zentimeter mehr im Vergleich zur kleinen Schwester. Für Einsteiger scheint die D5300 ein Leckerbissen zu werden. Auch der Preis klingt attraktiv: 909 Euro veranschlagt Nikon als UVP. Verfügbar sein soll die DSLR in den Farben Schwarz, Anthrazit und Rot ab Mitte November.

Fazit

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dies trifft mehr denn je auf Nikons neue DSLR s zu. Denn mit der D610 und der D5300 bringt die Kameraschmiede zwei ausgesprochen spannende Modelle für Ein- und Aufsteiger auf den Markt. Während die D610 mit Vollformat-Sensor und 6 Bildern pro Sekunde lockt, wartet die D5300 mit einer ganzen Palette spannender Neuerungen auf. Dazu zählt etwa das Wi-Fi-Modul, der GPS -Sensor, das noch höher auflösende Schwenkdisplay sowie der brandneue Expeed-4-Sensor. Hätte die D5300 nun noch statt des DXSensors einen FX-Chip an Bord, wäre die D5300 meine Kamera der Wahl: Top-Ausstattung träfe auf volles Format. Doch in der Realität muss man sich (leider) entscheiden.

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