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Test: Telezoom 120-300m mit F/2,8

Sigma 120-300MM f2,8 DG OS HSM [s] | Zugegeben, das neue Sigma ist schon ein echter Brummer. Gut 3,5 Kilogramm bringt das Telezoom auf die Waage. Das spricht für hochwertiges Glas und massives Material. Was die 4.000-Euro-Linse mit f/2,8 leistet, lesen Sie hier.

Ultraschallbetriebenen Autofokus

Schon ein Blick auf das Datenblatt des Sigma-Teles lässt das Fotografenherz höher schlagen: 120-300 mm Brennweitenabdeckung bei einer durchgehenden Offenblende von f/2,8. Darüber hinaus vollformattauglich und mit einem Zwei-Modi-Bildstabilisator sowie einem ultraschallbetriebenen Autofokus ausgestattet. Respekt! Hier gilt offenbar das Motto: Mehr ist mehr. Und dieser Eindruck bestätigt sich auch bei unserem Test im Labor und unterwegs. Bereits bei Offenblende zeigt sich das Sigma-Tele über den gesamten Brennweitenbereich sehr auflösungsstark. Wer noch schärfere Bilder will, zieht die Blende auf f/4-5,6 zu. Dann reduziert sich zudem die Randabschattung, die wir bei f/2,8 feststellen, auf ein sehr gutes Maß. Im Praxistest punktet die Linse mit ihrem extrem schnellen und vor allem sehr leisen Autofokus. Ebenfalls top: der Bildstabilisator, der in zwei Modi eingestellt werden kann und die erstklassige Ausstattung überzeugend abrundet. Passend zur Optik bietet Sigma eine Dockingstation an (s. Bild oben). Mit ihr kann die Linse noch individueller eingestellt werden. Etwa die AF-Geschwindigkeit oder der Fokussierbereichsbegrenzer.

Perfektes Handling, sündhafter Preis

Auch wenn das Teleobjektiv mit fast 3,5 Kilogramm ordentlich zu Buche schlägt, liegt das Sigma 120-300mm F2,8 sehr gut in der Hand. Es macht sehr viel Spaß, mit der Linse zu fotografieren. So lassen sich etwa die Einstellräder für den Fokus und die Brennweite angenehm verstellen. Dies ermöglicht eine präzise und flinke Bedienung. Vermeiden sollte man allerdings einen Blick auf den Preis. Mit einer UVP von satten 4.000 Euro bleibt Sigmas SUPER-Linse mit erstklassigen 93 Prozent in der Gesamtwertung für viele nur ein schöner Traum.

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