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Wald: Landschaften der Erinnerung

Die malerisch-mystischen Bilder des Hamburger Fotografen Michael Lange zeigen den deutschen Märchenwald kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Mit seinen Arbeiten tritt Lange in die Fußstapfen der literarischen Romantik, die den „Deutschen Wald“ als Metapher für Sehnsüchte und Liebe nahmen. Gleichzeitig spielen die Bilder aber auch mit kindlichen Urängsten.

Wer geht schon gerne allein in einen finsteren Wald? Gerade fällt noch das letzte bisschen Tageslicht zwischen die düsteren Baumstämme, nebelverhangene Wege führen ins endlose Dickicht. Fotograf Michael Lange stellte dort seine Kamera auf, wo andere schnell das Weite suchen würden. Seine Bilder zeigen einsame Waldstücke, grüne Mose und kahle Äste. Es muss in der deutschen Seele verwurzelt sein, dass sich Künstler dem Wald auf diese Weise nähern. Was Heinrich Heine, Kasper David Friedrich, E. T. A. Hoffmann oder die Gebrüder Grimm in ihren Texten verarbeiten, verbildlicht Lange in wunderbar melancholischen Fotografien.

Michael Lange - Wald. Landschaften der Erinnerung
13. Oktober bis 23. Dezember 2012
Eröffnung: 12. Oktober 2012, 19 Uhr
Alfred Ehrhardt Stiftung
Auguststr. 75
D - 10117 Berlin

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