Ausstellungen im April | Langsam aber sicher werden die Abende wieder länger und der Tatendrang größer. Sie finden sich in dieser Aussage wieder und wollten schon länger eine Fotografie-Ausstellung besuchen? Wir haben Ihnen drei Fotoausstellungen herausgesucht, die sie nicht verpassen sollten.
(Bild: Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln in Kooperation mit der Sammlung Karl Blossfeldt in der Universität der Künste, Berlin)
Eigentlich war Karl Blossfeldt gar kein Fotograf, sondern Dozent im Fach „Modellieren nach Pflanzen“. Um seinen Schülern die Grundlagen der Gestaltung zu veranschaulichen, fotografierte der 1865 im sachsen-anhaltinischen Schielo geborene Blossfeldt höchstwahrscheinlich mit einer eigens gebauten Plattenkamera systematisch Pflanzen oder auch nur Teile davon und vergrößerte die Foto-Negative anschließend auf das bis zu 45-Fache. Etwa 6000 Fotografen sind auf diese Weise im Laufe seines Lebens entstanden. Blossfeldt legte die Pflanzen auf Glasplatten und zwar so, dass sie sich weit genug von einem Untergrund befanden. Schließlich sollte nur die Pflanze und kein Hintergrund abgebildet werden. Auch sollten die Motive keinen störenden Schatten werfen, was die Lichtsetzung für die damaligen Möglichkeiten zu einer besonderen Herausforderung machte. Anschließend entwickelte er die Aufnahmen in einer Dunkelkamera, passte die Kontraste an, wedelte zu helle Bereiche ab und hellte dunkle Flächen nachträglich auf. Seine Bilder erlangten schnell Aufmerksamkeit und wurden erstmals 1928 im Buch „Urformen der Kunst“ präsentiert. Teile seines legendären Werks sind nun in Köln zu sehen. Sie werden gegenübergestellt mit Fotografen des US-amerikanischen Künstlers Jim Dine.
Sie können sich nicht für reine Ausstellungen begeistern? Das Umweltfotofestival in Zingst nimmt mit seinem Zusammenspiel von Natur, Kultur, Fotografie und Begegnung eine besondere Rolle in der Fotoszene ein. In bewährter Weise findet 2019 die Eröffnungswoche des Umweltfotofestivals vom 25.05. bis zum 02.06.2019 mit zahlreichen Veranstaltungshöhepunkten statt.
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Inhaltlich gibt es drei Schwerpunkte: Die Probleme des Klimawandels, die Gefahr durch die Plastikvermüllung der Meere und die Schutzbedürftigkeit der Artenvielfalt. Großartige, aussagekräftige Bilder sind die „Sehzeichen“ in der allgegenwärtigen Sintflut beliebiger, gedankenloser Bilder. Die Besucher dürfen sich auf sehenswerte Ausstellungen, Multivisionsshows und lehrreiche Fotoworkshops freuen. Die vielen Möglichkeiten menschlicher Begegnungen machen zudem die besondere Mischung dieses Festivals aus.
Im vergangenen Jahr zog das Fotofestival rund 42.000 Besucherinnen und Besucher an. Dementsprechend rege wurden die am Abend live stattfindenden Vorträge der 17 Referenten zu ihren Projekten besucht. Dasselbe galt auch für die insgesamt 92 Fotoworkshops. Von künstlerischen Landschaftsaufnahmen über Porträt- bis hin zur Hunde- und Pferdefotografie: hier blieb kein Wunsch offen! Höhepunkt und gleichzeitiger Tagesabschluss war täglich die „Bilderflut“, eine Projektion auf der Mega-Leinwand am Strand neben der Seebrücke.