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Foto-Basics: bewusste Überbelichtung

Ein Motiv sollte über das ganze Bild hinweg gleichmäßig ausgeleuchtet sein? In den meisten Fällen stimmt das, jedoch kann es auch reizvoll sein, eine Aufnahme bewusst überzubelichten und das Hauptmotiv somit nur über wenige dunkle Stellen sichtbar werden zu lassen – wie Sie eine Überbelichtung erzeugen.

Experimentieren Sie in dieser Woche mit dem sogenannten High-Key-Bildlook und erzeugen Sie ein Foto, das durch eine sehr helle Bildwirkung mit wenig Kontrasten und weichem Licht besticht. Infolgedessen werden Teile des Bildes “ausgebrannt”, was normalerweise in der Fotowelt als Bildfehler gilt. Dabei handelt es sich um die Stellen, die durch die Überbelichtung komplett weiß erscheinen. Eine konventionell belichtete Aufnahme würde über keine dieser weißen Bereiche verfügen, da erst die Überbelichtung diesen Effekt hervorruft.

Überbelichtungen als Gestaltungsmittel

Damit der Look gelingt, sollten Sie darauf achten, dass mehr Licht auf den Kamerasensor fällt, als dies üblicherweise nötig wäre. Diese überstrahlten Bereiche äußern sich dann durch eine extrem helle Umgebung. Dies gelingt, indem Sie beispielsweise eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl) mit einer relativ langen Verschlusszeit kombinieren. Es kann darum ratsam sein, die Kamera auf einem Stativ zu platzieren, um Verwackler zu vermeiden. Außerdem erreichen Einsteigerinnen und Einsteiger eine Überbelichtung einfach, indem sie von der Belichtungskorrektur Gebrauch machen. Wählen Sie hierfür beispielsweise den Wert +1, sodass Ihr Foto doppelt so hell erscheint, wie Ihr Ausgangsbild.

Histogramm als Helfer

Mittels eines Histogramms lassen sich diese überbelichteten Bereiche leicht beobachten und kontrollieren. So wird der Bereich der Lichter deutlich mehr ausgeprägt sein, während Mitteltöne und Tiefen eher gering ausfallen. Motivtipp: Porträts passen besonders gut zu diesem Effekt.

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