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Flash-Painting: so malen Sie mit Blitzlicht

Um mit Licht zu malen, brauchen Sie nicht immer Dauerlichtquellen. Urs Recher präsentiert Ihnen eine Technik, bei der Sie mit Hilfe eines Blitzes imposante Flash-Painting-Aufnahmen erzielen.

Malen mit Blitzlicht? Warum auch nicht, dachte sich Fotograf Urs Recher. Denn wo es Langzeitbelichtung und eine Lichtquelle gibt, da können kreative fotografische Experimente entstehen. Die sogenannte Flash-Painting-Technik funktioniert folgendermaßen: Sie stellen eine lange Verschlusszeit ein und während der Belichtung blitzen Sie einzelne Teile des fotografierten Objekts entfesselt an. Positionieren Sie dafür Ihre Kamera auf einem stabilen Stativ und bestimmen Sie die Pose und den gewünschten Bildausschnitt. Stellen Sie im manuellen Modus eine niedrige Lichtempfindlichkeit (hier: ISO 100), eine geschlossene Blende (hier: f/16) und eine lange Verschlusszeit ein. Je größer Ihr Motiv ist, desto größer ist die Anzahl der Blitzzündungen und demzufolge desto länger die Belichtungszeit. Stellen Sie dann auf Ihr Motiv manuell scharf, und schalten Sie jegliche Lichter im Raum aus. Starten Sie die Belichtung, drücken Sie den Auslöseknopf Ihres Blitzes und leuchten Sie nach und nach die komplette Fläche Ihres Motivs an. Benutzen Sie hier einen Blitz mit einem Tubusvorsatz, so dass der Lichtstrahl komprimiert wird und eine kleinere Stelle präzise anleuchtet.

Die Technik eignet sich gut für statische Motive , besonders praktisch ist sie aber für Personenaufnahmen. Da sich Menschen während einer Langzeitbelichtung ungewollt bewegen, besteht dadurch die Gefahr, dass sie auf dem Foto verwischt erscheinen. Durch die Blitze wird jegliche Bewegung eingefroren und das Ergebnis ist ein effektvolles Licht-Schatten-Spiel. 

Wenn Sie ein Ganzkörperporträt mit Flash-Painting aufnehmen, empfiehlt es sich, einen zweiten Blitz mit einer kleinen Softbox für die Ausleuchtung des Gesichts zu verwenden. So wird das Licht darauf weicher und gleichmäßiger, als wenn es durch einen Tubus angeblitzt wird.

Blitzlicht präzise positionieren

Die Flash-Painting-Technik eignet sich sehr gut für Stilllife-Aufnahmen. Durch die unkomplizierte Ausleuchtung mit nur einer Lichtquelle entstehen Lichtakzente auf dem Motiv, die bestimmte Elemente effektvoll hervorheben können. Vor allem bei kleineren Objekten wie einer Artischocke stoßen Sie aber mit einem Systemblitz an die Grenzen, da das Blitzlicht hier nicht präzise genug fokussiert werden kann. Für das Stilllife-Bild kam daher die Picolite-Leuchte von broncolor und ein Wabenraster zum Einsatz. Um die Effektleuchte für das Flash-Painting zu zünden, benötigen Sie zudem das broncolor Studiogenerator. Es sorgt für die notwendige Energie. Wie sich die drei Produkte für weitere spannende Fotoprojekte nutzen lassen, lesen Sie hier: www.bron.ch/broncolor/how-to.

Ein Besuch der Internetseite lohnt sich!

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