Pixelschubsen – für eine ideale Figur und perfekt sitzende Kleidung

Photoshop: Zauberfilter Verflüssigen

Die wenigsten Models müssen eigentlich dünner gezaubert werden, doch manche Posen tragen tatsächlich auf. Auch lockere Kleidung, wie in unserem Beispiel das weit fallende T-Shirt, kann dazu beitragen. Im Filter-Dialog Verflüssigen beseitigen Sie diese kleinen Makel mit wenigen Klicks!

Einer der bekanntesten und berüchtigsten Filter in Photoshop ist der Filter Verflüssigen. Ihm werden regelrecht magische Kräfte zugeschrieben, was das Formen von Körpern und die Verwandlung von normalen Mädchen in Supermodels angeht. Jedoch ist der Verflüssigen-Filter nicht ganz so einfach zu handhaben, wie die meisten denken. Hinter einer guten Verflüssigung steckt nicht allein der Filter, sondern auch viel Übung auf Seiten des Anwenders und vor allem Erfahrung im Verformen von Körpern. Ein Verständnis für Anatomie ist hier die Grundvoraussetzung für natürliche Ergebnisse.

In diesem Workshop verwenden wir nur das Vorwärts-Verkrümmen-Werkzeug aus dem Verflüssigen-Dialog. Der Filter bietet Ihnen jedoch weitere Optionen: Mit dem Aufblasen- oder Zusammenziehen-Werzeug lassen sich zum Beispiel gut Augen vergrößern oder verkleinern. Sonderfunktionen, wie das Turbulenz- und Strudel-Werkzeug eignen sich eher für kreative Effekte denn zum Formen von Körpern. Damit Sie sich während der Arbeit im Dialogfenster am Originalbild orientieren können, aktivieren Sie die Funktion Hintergrund einblenden. Über das Auswahlfenster bei Verwenden suchen Sie dann die Ebene aus, mit der Sie Ihre Arbeit vergleichen wollen, zum Beispiel die Hintergrund-Ebene. Bei einer Deckkraft von 50 Prozent sehen Sie nun die Originalebene im Vergleich zu Ihrer jetzigen Arbeit. Dies hilft Ihnen, vorhandene, natürliche Körperformen aufzugreifen und sich daran beim Verformen zu orientieren.

Die eigentlichen Werkzeuge zum Verflüssigen können Sie darüber hinaus ideal an Ihre Bedürfnisse anpassen. Mit der Pinselgröße steuern Sie den Werkzeug-Durchmesser. Passen Sie den Wert immer an Ihr aktuelles Bild an. Ist der Pinsel zu groß, verschieben Sie sonst schnell Bereiche, die Sie gar nicht verändern wollten. Ist er zu klein, entstehen unschöne, schwer zu korrigierende Dellen. Weiterhin wichtig ist der Pinseldruck. Er entscheidet, wie leicht sich Bereiche verschieben lassen. Für den Anfang eignet sich hier ein mittlerer Wert. Am wichtigsten ist jedoch vor allem Ihr Feingefühl für die richtigen Proportionen sein. Das Model wird es Ihnen danken, wenn es sich noch wiedererkennt.

 

Projekt-Informationen

Autor

Heike Herden

Die junge Kölner Fotografin und Photoshopperin hat sich 2010 mit Ihrem Studio Bildlicht als Peoplefotografin selbstständig gemacht, parallel arbeitet Sie als freie Autorin für Magazine. Mit dem Fotografen-Team Krolop & Gerst ist sie Anfang des Jahres in die Hallen des Foto- und Filmstudios "The Flash Gym" eingezogen.

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