Sony RX1: Lustobjekt der Extraklasse

Kompakt mit Vollformat

12.02.2013, 10:49 Uhr

Ein Lustobjekt der Extraklasse stellte Sony mit der neuen RX1 auf der photokina vor. Ausgestattet mit einem Vollformatsensor und licht- starker Festbrennweite bringt sie viele Fotografen zum Schwärmen. Wäre da nur nicht der Preis von über 3.000 Euro. Wir haben die Edelkamera getestet.

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Wir staunten nicht schlecht, als wir Sonys

neuesten Streich, die RX1, kurz vor der photokina erstmals in den Händen hielten. Eine wertig gefertigte Kamera mit sehr kompakten Abmessungen, 35mm-Festbrennweite, Anfangs- blende f/2 und stattlichem 24-MP-Vollformat- Sensor. Ein faszinierendes Stück Fototechnik, für die wir unsere schwere DSLR am liebsten links liegen gelassen hätten. Warum wir es aber doch nicht taten, verraten wir Ihnen im folgenden Test.

Kamera für Puristen
Das Äußere des kompakten Flaggschiffs RX1 hüllt sich in elegantes wertiges Metall, bietet übersichtlich angeordnete Bedienelemente, gut sitzende Wahlräder, individuell belegbare Knöpfe, einen integrierten Miniblitz sowie einen Blitzschuh. Fotografiert wird mit der lichtstarken Optik Sonnar 2/35 T* von Carl Zeiss. Diese verfügt über einen flüssig laufenden Blenden- und Fokusring, der sich im Einsatz sehr gut bedienen lässt. Hilfreich ist bei manueller Scharfstellung die Bildschirmlupe, die ein sehr exaktes Fokussieren in Kombination mit dem hellen und hochauflösenden Bildschirm ermöglicht. So weit, so puristisch. Auf weitere Ausstattungsmerkmale wie beispielsweise eine Zoomoptik oder einen schwenk- und drehbaren Monitor wird verzichtet. Eine Handvoll kreativer Motivprogramme (inkl. Panorama, Soft Skin und Auto-HDR) sind aber mit an Bord.

Hochauflösend bis ISO 12.800
Highlight der RX1 ist ohne Frage der 24-MP- Vollformat-Sensor, der erstklassige Fotos verspricht und dieses auch liefert. Hervorragende 1694 Linienpaare pro Bildhöhe werden von der Edelkompakten bei ISO 100 aufgelöst. Dieses Ergebnis haben wir erwartet. Überraschend ist allerdings das ebenso gute Auftreten im hohen ISO-Bereich bis ISO 12.800 (1583 LP/BH). Das Rauschen hält sich dabei noch in Grenzen. Es ist zwar visuell sichtbar, aber dank der feinen Struktur nur bedingt störend. In jedem Fall rauschfrei können Sie bis ISO 6400 fotografieren.

Unterwegs ermöglicht das Spiel mit der Blende (f/2-f/22) in Kombination mit der großen Sensorfläche zahlreiche sehenswerte Bilder mit traumhaft schönem Schärfeverlauf. Sehr gut: Das Bildergebnis lässt sich auf dem großen Monitor (7,6 cm/3 Zoll) vorab hervorragend beurteilen und visuell direkt anpassen. So macht fotografieren mit Festbrennweite Spaß.

FAZIT
Vollformatsensor, Anfangsblende f/2, Carl-Zeiss-Optik mit 35mm Festbrennweite, kompaktes Metallgehäuse und erstklassige Bilder. Fotografenherz, was willst du mehr. und trotzdem ist es genau dieser Purismus, der uns zum grübeln bringt. Denn mit einem preis von über 3.000 Euro könnte man sich auch locker eine DSLr- Kombi der Spitzenklasse zusammenstellen oder die Edelkompakt-Alternativen von Leica und Fujifilm gleich mehrfach erwerben. So bleibt die Sony RX1, was sie ist: ein faszinierender fotografischer Traum.

Den kompletten Bericht inklusive Testtabellen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von DigitalPHOTO.

In den USA verlangt Sony erheblich weniger für die RX1! So gesehen ist die Kamera hier viel zu teuer! Schade, ich hätte sie mir gerne gekauft, aber abzocken lasse ich mich nicht.