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| Autor | Erst-Pixelschlacht, dann ISO-Hatz |
FredProksch
 Newbie
 Beiträge: 1 verfasst: 06.12.2009, 02:09 Uhr  
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Es gibt physikalische Gesetze. Darauf beruhen auch alte Weisheiten wie zum Beispiel: Nachts sind alle Katzen grau oder ohne Licht kein Schatten und deren mehr.
Nun versuchen alle namhaften Hersteller (deren Ingenieure) den Fotografen einzureden das man die Grenzen der Physik verschieben könne. Mag sein das das bis zu einem bestimmten Grad auch funktioniert. Eine hin gerechnete Farbe mag ja schön sein, ist sie aber authentisch ? Wird der krisselige Morgennebel schöner weil man ihn statt um 6 Uhr morgens um 5 Uhr fotografiert hat ?
Nicht das ich ein Fortschrittsgegner währe, selbst fotografiere ich beruflich mit 21 Mio Vollformatsensor und ab und an mit geliehenen Digitalrückteilen an der Fachkamera. Möchte niemals wieder eine knifflige Produktion mit Film machen müssen.
Ich kann mir vorstellen das das indirekte Blitzen in großen Räumen von der ISO – Hatz profitiert, aber da ist ja auch Licht im Einsatz. Sicherlich kann eine Dynamikerweiterung nicht schaden, wenn sie nicht auf Kosten der Texturminimierung geht. Keiner wird wohl auf die Idee kommen seine Produkt Fotos bei Kerzenlicht zu machen nur weil 64.000 und noch mehr ISO einstellbar sind.
Das man Fehler zwei mal macht ist mir neu. Bei den Pixel wird zur Wahrung der Qualität auch wieder in eine andere Richtung gerudert !
Schade nur das durch diese unnötige Werbeschlacht „ahnungslose“ Anwender betroffen sind. Früher waren meine Fotos knackiger, oder bunter, eben schöner. Das wird sich der Kunde merken. Der Schuss kann nach hinten losgehen.
Vielleicht sollte über eine stärkere Trennung von beruflich benötigter Hardware und Massenprodukten nachgedacht werden. Nicht jeder will sich mit allem beschäftigen müssen. Ich rufe meinen Schreiner an wenn ich wieder mal neue Regale fürs Archiv benötige, er ruft mich an wenn er Bilder braucht.
Was denken andere Fotografen darüber?
In diesem Sinne
Fred Proksch nullnull | | |
tfh
 Redakteur
 Beiträge: 50 verfasst: 07.12.2009, 13:32 Uhr  
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Lieber Herr Proksch,
Sie sprechen da ein wirklich brisantes Thema an. Die Vergangenheit hat gezeigt, wie sehr einige Kameraentwicklung bei der Sensor-Auflösung unter dem Diktat der Marketing-Abteilungen standen, und nicht selten die Qualität eines Bildes hinter dem Verkaufsargument von immer höheren Auflösungen zurückstecken musste.
Ich teile Ihre Meinung, dass die Fingernagel großen Sensoren in digitalen Kompaktkameras kein zweites Wettrennen – dieses Mal um die immer höhere Auflösung – brauchen. Im DSLR-Bereich hingegen, wo Profis, und mit unter auch ambitionierte Amateure, ein Bild machen können oder eben nicht, kann die hohe Empfindlichkeit moderner, kleinbildformatiger Kamerasensoren durchaus hilfreich sein. Wir reden hier nicht über die Studio-Fotografie, wohl aber über den Reportage-Einsatz. Dabei stören dann künstliche Lichtquellen weniger unter ästhetischen Gesichtspunkten, ihr Einsatz ist schlicht nicht möglich. Sehen wir uns die Laborergebnisse des Signal/Rausch-Verhältnisses sowie die Bilder etwa der Nikon D3S an, so zeigt sich, dass die Kamera bis ISO 12.800 erstaunliches leistet, und selbst die Maximalwerte ergeben noch brauchbare Bildergebnisse.
Tobias F. Habura
ltd. Redakteur, DigitalPHOTO | | |
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